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V A 2. Vertrag vom 11. Juli 1977 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Kanada über die Auslieferung (AuslV D-Kanada)

(BGBl. 1979 II 665, 1049) zur Fussnote * In der Fassung des Zusatzvertrages vom 13. Mai 2002 (BGBl. 2004 II 973; 1564) Art. I Auslieferungsverpflichtung (1) Die Vertragsparteien verpflichten sich, einander nach Maßgabe der Vorschriften und Bedingungen dieses Vertrages jede im Hoheitsgebiet des ersuchten Staates angetroffene Person auszuliefern, die im ersuchenden Staat zur Strafverfolgung oder zur Verhängung oder Vollstreckung eines Strafurteils gesucht wird. (2) Wurde die Straftat, derentwegen um Auslieferung ersucht wird, außerhalb des Hoheitsgebiets des ersuchenden Staates begangen, so wird die Auslieferung bewilligt, wenn die Person, um deren Auslieferung ersucht wird, Staatsangehöriger des ersuchenden Staates ist oder wenn unter gleichartigen Umständen die Gerichtsbarkeit des ersuchten Staates begründet wäre. In anderen Fällen kann der ersuchte Staat die Auslieferung nach seinem Ermessen bewilligen. Art. II Auslieferungsfähige Straftaten (1) Die Auslieferung wird nur wegen solcher Handlungen oder Unterlassungen bewilligt, die eine nach dem Recht beider Vertragsparteien strafbare Straftat darstellen. (2) Die Auslieferung wird nur wegen einer Straftat gewährt a)zur Strafverfolgung, wenn die Handlung nach dem Recht beider Vertragsparteien mit Freiheitsentziehung im Höchstmaß von mehr als einem Jahr bedroht ist, oder b)zur Vollstreckung eines Strafurteils, wenn mindestens sechs Monate der Freiheitsentziehung noch nicht verbüßt sind oder, bei der Auslieferung zur Vollstreckung von mehr als einem Strafurteil, wenn die Summe der noch zu verbüßenden Freiheitsentziehungen mindestens sechs Monate beträgt. (3) Wird eine Auslieferung wegen einer Straftat bewilligt, so ist Absatz 2 auf eine andere Straftat, derentwegen gleichzeitig um Auslieferung ersucht wird, nicht anzuwenden. (4) Für die Entscheidung, ob es sich um eine auslieferungsfähige Straftat handelt, ist es unerheblich, ob eine Straftat im Recht der Vertragsparteien unterschiedlich umschrieben wird. Art. III Politische Straftaten  (1) Die Auslieferung kann abgelehnt werden, a)wenn die Straftat, derentwegen um Auslieferung ersucht wird, von dem ersuchten Staat als eine politische Straftat angesehen wird; b)wenn der ersuchte Staat der Ansicht ist, daß das Auslieferungsersuchen gestellt worden ist, um eine Person aus Gründen ihrer Rasse, ihrer Religion, ihrer Staatsangehörigkeit oder ihrer politischen Meinung zu verfolgen oder zu bestrafen oder dass

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