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A 1.  Einheits-Übereinkommen von 1961 über Suchtstoffe

in der Fassung der Bekanntmachung v 4. 2. 1977 (BGBl. II S. 111) zur Fussnote 1 Vorbemerkung (1) Nach Artikel 22 des am 25. März 1972 in Genf beschlossenen Protokolls zur Änderung des Einheits-Übereinkommens von 1961 über Suchtstoffe wurde der Wortlaut des Einheits-Übereinkommens von 1961 über Suchtstoffe (im folgenden als Einheits-Übereinkommen bezeichnet) in der durch das genannte Protokoll geänderten Fassung vom Generalsekretär ausgearbeitet. (2) Das vorliegende Schriftstück enthält den Wortlaut des Einheits-Übereinkommens in der Fassung des Protokolls, das von der vom 6. bis 24. März 1974 in Genf abgehaltenen Konferenz der Vereinten Nationen zur Beratung von Änderungen des Einheits-Übereinkommens von 1961 über Suchtstoffe angenommen wurde. (3) Das Protokoll zur Änderung des Einheits-Übereinkommens von 1961 über Suchtstoffe im folgenden als Protokoll von 1972 bezeichnet) trat nach seinem Artikel 18 Absatz 1 am 8. August 1975 in Kraft zur Fussnote 2. Für jeden Staat, der bereits Vertragspartei des Einheits-Übereinkommens ist und beim Generalsekretär nach Hinterlegung der vierzigsten Ratifikations- oder Beitrittsurkunde eine Ratifikations- oder Beitrittsurkunde zum Protokoll von 1972 hinterlegt, tritt dieses am dreißigsten Tag nach Hinterlegung seiner eigenen Urkunde in Kraft (s. Artikel 17 und 18 des Protokolls von 1972). (4) Jeder Staat, der nach Inkrafttreten des Protokolls von 1972 Vertragspartei des Einheits-Übereinkommens wird, gilt, sofern er nicht eine gegenteilige Absicht bekundet, a) als Vertragspartei des geänderten Einheits-Übereinkommens und b) als Vertragspartei des nicht geänderten Einheits-Übereinkommens gegenüber jeder Vertragspartei des Übereinkommens, die nicht durch das Protokoll von 1972 gebunden ist (s. Artikel 19 des Protokolls von 1972). (5) Zum besseren Verständnis wurden Fußnoten eingefügt. Bei den Artikeln 45 und 50 des Einheits-Übereinkommens mit der Überschrift „Übergangsbestimmungen“ und „Sonstige Vorbehalte“ wurde der gesamte Wortlaut der entsprechenden Artikel des Protokolls von 1972 als Fußnoten eingefügt. Präambel DIE VERTRAGSPARTEIEN – BESORGT um die Gesundheit und das Wohl der Menschheit, IN DER ERKENNTNIS, daß die medizinische Verwendung von Suchtstoffen zur Linderung von Schmerzen und Leiden weiterhin unerlässlich ist und daß hinreichend Vorsorge getroffen werden muß, damit Suchtstoffe für diesen Zweck zur Verfügung stehen, IN DER ERKENNTNIS, daß die Rauschgiftsucht für den einzelnen voller Übel und für die Menschheit sozial und wirtschaftlich gefährlich ist, EINGEDENK ihrer Pflicht, dieses Übel zu verhüten und zu bekämpfen, IN DER ERWÄGUNG, daß Maßnahmen gegen den Mißbrauch von Suchtstoffen nur wirksam sein können, wenn sie koordiniert werden und weltweit sind, ÜBERZEUGT, daß für weltweite Maßnahmen eine internationale Zusammenarbeit erforderlich ist, die auf gleichen Grundsätzen beruht und gemeinsame Ziele anstrebt, IN ANERKENNUNG der Zuständigkeit der Vereinten Nationen auf dem Gebiet der Suchtstoffkontrolle und von dem Wunsch geleitet, die in Betracht kommenden internationalen Organe in diese Organisation einzugliedern, GEWILLT, ein allgemein annehmbares internationales Übereinkommen zu schließen, das bestehende Suchtstoffverträge ablöst, die Suchtstoffe auf die Verwendung in der Medizin und Wissenschaft beschränkt sowie eine dauernde internationale Zusammenarbeit und Kontrolle zur Verwirklichung dieser Grundsätze und Ziele sicherstellt – KOMMEN hiermit wie folgt ÜBEREIN: (1) Soweit nicht etwas anders ausdrücklich angegeben oder auf Grund des Zusammenhangs erforderlich ist, gelten für das gesamte Übereinkommen folgende Begriffsbestimmungen: a) Der Ausdruck „Suchtstoffamt“ bezeichnet das Internationale Suchtstoff-Kontrollamt. b) Der Ausdruck „Cannabis“ bezeichnet die Blüten- oder Fruchtstände der Cannabispflanze, denen das Harz nicht entzogen worden ist, und zwar ohne Rücksicht auf ihre Benennung; ausgenommen sind die nicht mit solchen Ständen vermengten Samen und Blätter. c) Der Ausdruck „Cannabispflanze“ bezeichnet jede Pflanze der Gattung Cannabis. d) Der Ausdruck „Cannabisharz“ bezeichnet das abgesonderte Harz der Cannabispflanze, gleichviel ob roh oder gereinigt. e) Der Ausdruck „Kokastrauch“ bezeichnet jede Pflanzenart der Gattung Erythroxylon. f) Der Ausdruck „Kokablatt“ bezeichnet das Blatt des Kokastrauchs, sofern nicht dem Blatt alles Ekgonin, Kokain und alle anderen Ekgonin-Alkaloide entzogen sind. g) Der Ausdruck „Kommission“

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