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BBiG § 22 Kündigung Schlachter Erfurter Kommentar zum Arbeitsrecht
20. Auflage 2020

§ 22  Kündigung

(1) Während der Probezeit kann das Berufsausbildungsverhältnis jederzeit ohne Einhalten einer Kündigungsfrist gekündigt werden.

(2) Nach der Probezeit kann das Berufsausbildungsverhältnis nur gekündigt werden

  • 1. aus einem wichtigen Grund ohne Einhalten einer Kündigungsfrist,

  • 2. von Auszubildenden mit einer Kündigungsfrist von vier Wochen, wenn sie die Berufsausbildung aufgeben oder sich für eine andere Berufstätigkeit ausbilden lassen wollen.

(3) Die Kündigung muss schriftlich und in den Fällen des Absatzes 2 unter Angabe der Kündigungsgründe erfolgen.

(4)  1Eine Kündigung aus einem wichtigen Grund ist unwirksam, wenn die ihr zugrunde liegenden Tatsachen dem zur Kündigung Berechtigten länger als zwei Wochen bekannt sind. 2Ist ein vorgesehenes Güteverfahren vor einer außergerichtlichen Stelle eingeleitet, so wird bis zu dessen Beendigung der Lauf dieser Frist gehemmt.

  • 1.  Kündigung, Allgemeines.  (Rn. 1)

  • 2.  Kündigung während der Probezeit (Abs. 1).  (Rn. 2)

  • 3.  Kündigung nach Ablauf der Probezeit (Abs. 2).  (Rn. 3-6)

  • 4.  Schriftform, Unwirksamkeit der Kündigung (Abs. 3 und 4).  (Rn. 7, 8)

  • 5.  Vorgehen gegen die Kündigung.  (Rn. 9)

Zitiervorschläge:
ErfK/Schlachter BBiG § 22 Rn. 1-9
ErfK/Schlachter, 20. Aufl. 2020, BBiG § 22 Rn. 1-9