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EUV Art. 1 [Gründung der Europäischen Union; Grundlagen] Geiger Geiger/Khan/Kotzur, EUV/AEUV
6. Auflage 2017

Art. 1 [Gründung der Europäischen Union; Grundlagen]

Durch diesen Vertrag gründen die Hohen Vertragsparteien untereinander eine EUROPÄISCHE UNION (im Folgenden „Union“), der die Mitgliedstaaten Zuständigkeiten zur Verwirklichung ihrer gemeinsamen Ziele übertragen.

Dieser Vertrag stellt eine neue Stufe bei der Verwirklichung einer immer engeren Union der Völker Europas dar, in der die Entscheidungen möglichst offen und möglichst bürgernah getroffen werden.

Grundlage der Union sind dieser Vertrag und der Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (im Folgenden „Verträge“). Beide Verträge sind rechtlich gleichrangig. Die Union tritt an die Stelle der Europäischen Gemeinschaft, deren Rechtsnachfolgerin sie ist.

Literatur:

Bleckmann, Der Vertrag über die Europäische Union, DVBl. 1992, 335 ff.; Hahn, Der Vertrag von Maastricht als völkerrechtliche Übereinkunft und Verfassung, 1992; Corbett, The Treaty of Maastricht, 1993; Everling, Überlegungen zur Struktur der Europäischen Union und zum neuen Europa-Artikel des Grundgesetzes, DVBl. 1993, 936 ff.; Hrbek (Hrsg.), Der Vertrag von Maastricht in der wissenschaftlichen Kontroverse, 1993; Lenz, Der Vertrag von Maastricht nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts, NJW 1993, 3038 ff.; von Bogdandy, Supranationale Union als neuer Herrschaftstypus, integration 1993, 210 ff.; Weber, Zur künftigen Verfassung der Europäischen Gemeinschaft. Föderalismus und Demokratie als Strukturelemente einer Europäischen Verfassung, JZ 1993, 3258; Dehousse (ed.), Europe After Maastricht. An Ever Closer Union?, 1994; Henrichs, Der Vertrag über die Europäische Union und seine Auswirkungen auf die Verfassungen der Mitgliedstaaten, DÖV 1994, 368 ff.; Kirchhof/Schäfer/Tietmeyer, Europa als politische Idee und als rechtliche Form, 2. Aufl. 1994; Tomuschat, Das Endziel der europäischen Integration, Maastricht ad infinitum?, DVBl. 1996, 1073; Hilf/Pache, Der Vertrag von Amsterdam, NJW 1998, 705 ff.; Hummer (Hrsg.), Die Europäische Union nach dem Vertrag von Amsterdam, 1998; Fischer, Vom Staatenverbund zur Föderation – Gedanken über die Finalität der europäischen Integration, integration 2000, 149 ff.; Pleuger, Der Vertrag von Nizza: Gesamtbewertung und Ergebnisse, integration 2001, 1 ff.; Zeh, Recht auf Beitritt? Ansprüche von Kandidatenstaaten gegen die Europäische Union, 2002; Giegerich, Europäische Verfassung und deutsche Verfassung im transnationalen Konstitutionalisierungsprozeß, 2003; Fastenrath, Verfassungsrechtliche Perspektiven und Grundgesetz: Offenheit, Bedingungen und Grenzen der Beteiligung Deutschlands an Neuerungen der Europäischen Union, in: Müller-Graff (Hrsg.), Deutschlands Rolle in der Europäischen Union, 2. Aufl. 2009; Müller-Graff, Das Karlsruher Lissabon-Urteil: Bedingungen, Grenzen, Orakel und integrative Optionen, integration 2009, 331; Becker/Maurer, Deutsche Integrationsbremsen. Folgen und Gefahren des Karlsruher Urteils für Deutschland und die EU, SWP-Aktuell 41/2009; Bergmann/Karpenstein, Identitäts- und Ultra-vires-Kontrolle durch das BVerfG – zur Notwendigkeit einer gesetzlichen Vorlageverpflichtung, ZEuS Heft 4/2009; von Bogdandy/Bast (Hrsg.), Europäisches Verfassungsrecht, 2. Aufl. 2009; Walter, Integrationsgrenze Verfassungsidentität – Konzept und Kontrolle aus europäischer, deutscher und französischer Perspektive, ZaöRV 2012, 177; Klein, Integration und Verfassung, AöR 2014, 165; Oeter, Bundesstaat, Föderation, Staatenverbund – Trennlinien und Gemeinsamkeiten föderaler Systeme, ZaöRV 2015, 733; Schneider, „Europäische Identität“ – Ist das Thema abschiedsreif? Oder nötigen die Krisen zu einem neuen Begriffsverständnis?, integration 2015, 306; Müller-Graff, Europa – Idee in der Krise? in: Hatje (Hrsg.), Verfassungszustand und Verfassungsentwicklung der Europäischen Union, 2015, 149; s. auch Literaturangaben zur Präambel.

  • I. Allgemeines (Rn. 1-5)

  • II. Struktur der Union (Rn. 6-10)

  • III. Staatenverbindung neuen Typs (Rn. 11-13)

  • IV. Ziel: Die „immer engere Union“ (Rn. 14-17)

    • 1. Das Entwicklungsziel der Union (Rn. 14-16)

    • 2. Transparenz und Bürgernähe (Rn. 17)

  • V. Die verfassungsrechtliche Verankerung (Rn. 18-21)

Zitiervorschläge:
Geiger/Khan/Kotzur/Geiger EUV Art. 1 Rn. 1-21
Geiger/Khan/Kotzur/Geiger, 6. Aufl. 2017, EUV Art. 1 Rn. 1-21