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StGB § 288 Vereiteln der Zwangsvollstreckung Reinhart Graf/Jäger/Wittig, Wirtschafts- und Steuerstrafrecht
2. Auflage 2017

§ 288 Vereiteln der Zwangsvollstreckung

(1) Wer bei einer ihm drohenden Zwangsvollstreckung in der Absicht, die Befriedigung des Gläubigers zu vereiteln, Bestandteile seines Vermögens veräußert oder beiseite schafft, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Die Tat wird nur auf Antrag verfolgt.

Literatur:

Berghaus, Der strafrechtliche Schutz der Zwangsvollstreckung, 1967; Bruns, Gläubigerschutz gegen Vollstreckungsvereitelung, ZStW (1934) 53, 457; Eckels, Tätige Reue bei Vollstreckungsvereitelung?, NJW 1955, 1827; Gehrig, Der Absichtsbegriff in den Straftatbeständen des Besonderen Teils des StGB, 1986; Geppert, Vollstreckungsvereitelung und Pfandkehr, JURA 1987, 427; Haas, Beisieteschaffen von Forderungen, wistra 1989, 259; Haas, Der strafrechtliche Schutz der Zwangsvollstreckung zur Erwirkung der Herausgabe bestimmter beweglicher Sachen (§ 883 ZPO), JR 1991, 272; Haas, Vereiteln der Zwangsvollstreckung durch Betrug und Unterschlagung, GA 1996, 117; Kühn, Vollstreckungsvereitelung – die unbekannte Beraterfalle?, NJW 2009, 3610; Laubenthal, Einheitlicher Wegnahmebegriff im Strafrecht?, JA 1990, 38; Lüke, Die Bedeutung vollstreckungsrechtlicher Erkenntnisse für das Strafrecht, FS Arthur Kaufmann, 1989, 565; Rimmelspacher, Strafrechtliche Organ-, Vertreter- und Verwalterhaftung, erörtert am Beispiel der Vollstreckungsvereitelung, JZ 1967, 472; Schöne, Das Vereiteln von Gläubigerrechten, JZ 1973, 446; Schwab, Bindung des Strafrichters an rechtskräftige Zivilurteile?, NJW 1960, 2169; Schubert/Regge/Schmid/Schröder, Quellen zum Strafgesetzbuch von 1870, Bd. 2, 1992; Seemann, Strafbare Vereitelung von Gläubigerrechten (§§ 283 ff., 288 StGB), 2006.

  • I. Allgemeines (Rn. 1-4)

    • 1. Geschichte (Rn. 1)

    • 2. Rechtsgut (Rn. 2)

    • 3. Deliktsnatur (Rn. 3)

    • 4. Praktische Bedeutung (Rn. 4)

  • II. Objektiver Tatbestand (Rn. 5-16)

    • 1. Anspruch (Rn. 5-7)

      • a) Bestehen des Anspruchs (Rn. 5)

      • b) Durchsetzbarkeit des Anspruchs (Rn. 6)

      • c) Vermögenswerter Anspruch (Rn. 7)

    • 2. Drohen der Zwangsvollstreckung (Rn. 8, 9)

    • 3. Vermögensbestandteile (Rn. 10)

    • 4. Veräußern oder Beiseiteschaffen (Rn. 11-16)

      • a) Veräußern (Rn. 12-14)

      • b) Beiseite Schaffen (Rn. 15)

      • c) Unterlassen (Rn. 16)

  • III. Subjektiver Tatbestand (Rn. 17, 18)

  • IV. Vollendung, Beendigung, Versuch (Rn. 19-21)

  • V. Täterschaft und Teilnahme (Rn. 22-25)

  • VI. Konkurrenzen (Rn. 26, 27)

  • VII. Strafantrag, Verfall (Rn. 28, 29)

Zitiervorschläge:
GJW/Reinhart StGB § 288
GJW/Reinhart, 2. Aufl. 2017, StGB § 288